Behandlung von auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen in Garbsen
Hören ist ein komplexer Prozess, der weit über das reine Wahrnehmen von Geräuschen durch das Ohr hinausgeht. Erst im Zusammenspiel mit dem Gehirn werden akustische Reize verarbeitet, gefiltert und sinnvoll eingeordnet. In der Logopädie Garbsen bei Hannover verfolgt die Hörtherapie das Ziel, die Kommunikationsfähigkeit durch eine gezielte Verbesserung der Hörverarbeitung nachhaltig zu stärken. Behandelt werden insbesondere zentrale auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen sowie Situationen, in denen das Hören nach einer Hörgeräte- oder CI-Versorgung neu erlernt werden muss.
Grundlage ist eine differenzierte Diagnostik in Kooperation mit den zuständigen Fachkräften der HNO-Praxis. Darauf aufbauend wird ein individueller Förderplan entwickelt, der Konzentration, Hörwahrnehmung und Sprachverarbeitung gezielt trainiert. Moderne, teilweise computerunterstützte Trainingsprogramme ergänzen die Therapie. Regelmäßige Kontrollmessungen machen Fortschritte transparent und nachvollziehbar.
Hörtherapie für Cochlea-Implantat-Träger
Ein Cochlea-Implantat (CI) ersetzt nicht das normale Hören – es ermöglicht es schwerhörigen oder gehörlosen Menschen jedoch, Klänge und Sprache wieder wahrzunehmen. Nach der Operation beginnt ein intensiver Lernprozess, denn das Gehirn muss lernen, die elektrischen Impulse des CIs als Sprache zu interpretieren. Cochlea-Implantate werden oftmals im Kindesalter gesetzt, werden jedoch auch häufig ebenso im Erwachsenenalter implantiert.
Die logopädische Hörtherapie bei CI-Trägern umfasst:
- Aufbau und Differenzierung des Hörverständnisses
- Training der Sprachwahrnehmung in unterschiedlichen Situationen
- Unterstützung beim Spracherwerb (v. a. bei Kindern)
- Förderung der Laut- und Wortproduktion
Die Therapie orientiert sich an der individuellen Hörfähigkeit der Patienten und Patientinnen und erfolgt oft in enger Zusammenarbeit mit den CI-Zentren sowie den Fachkräften der Audiologie und der HNO-Praxen.
Typische Anzeichen bei Kindern und Jugendlichen:
- Schwierigkeiten beim Richtungshören
- Probleme, Sprache bei Störlärm zu verstehen (z. B. im Klassenzimmer)
- Vertauschen ähnlich klingender Laute (z. B. „b“ und „d“)
- Schwache Merkfähigkeit für gehörte Informationen
- Auffälligkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen
In der logopädischen Therapie wird mit individuell angepassten Hörübungen gearbeitet. Dabei steht die gezielte Förderung der auditiven Teilleistungen im Fokus – etwa das Heraushören von Lauten, das Unterscheiden von Sprachmustern oder das sinnvolle Verarbeiten gehörter Informationen. Elternarbeit und die enge Zusammenarbeit mit Pädagogen und Fachkräften der HNO-Praxen sind dabei entscheidend.
Wissenswertes rund um die Hörtherapie für Kinder und Erwachsene
Für wen eignet sich die Hörtherapie?
Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder, die aufgrund von Hörverarbeitungsstörungen Schwierigkeiten im Schulalltag zeigen. Auch Personen nach Hörgeräte- oder CI-Versorgung können therapeutisch begleitet werden.
Was ist eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)?
Bei einer AVWS liegt keine periphere Hörstörung des Ohres vor, sondern eine Beeinträchtigung in der Verarbeitung akustischer Informationen im Gehirn. Betroffene haben beispielsweise Schwierigkeiten, Sprache in geräuschvoller Umgebung zu verstehen oder sich Gehörtes zu merken.
Wie erfolgt die Diagnostik?
Die Testung erfolgt in enger Kooperation mit HNO-Ärztinnen und -Ärzten. Auf Basis der Ergebnisse wird ein individuelles Hörverarbeitungsprofil erstellt, das die Grundlage für die Therapie bildet.
Wie ist die Therapie aufgebaut?
Die Therapie kombiniert Konzentrations- und Hörwahrnehmungstraining mit gezielten auditiven Übungen, teilweise unterstützt durch spezielle Computerprogramme. Dauer und Intensität werden individuell angepasst.
Werden Eltern und Lehrkräfte einbezogen?
Ja, eine transparente Elternberatung ist zentraler Bestandteil des Konzepts. Bei Bedarf erfolgt auch eine Zusammenarbeit mit Lehrkräften, um Fördermaßnahmen im schulischen Alltag abzustimmen.
Wie werden Fortschritte überprüft?
Regelmäßige Kontrollmessungen und strukturierte Rückmeldungen sorgen dafür, dass Entwicklungen nachvollziehbar dokumentiert und Therapieziele angepasst werden können.
Was unterscheidet das Angebot von anderen Praxen in Garbsen?
Nur wenige logopädische Praxen in der Region bieten eine spezialisierte AVWS-Therapie an. Zudem wird die Elternberatung hier besonders konsequent in den therapeutischen Prozess integriert.